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Bericht zum Demonstrationsgeschehen am 27. März in Chemnitz
Am 27.03.2021 haben sich in Chemnitz, trotz Verbot, einige hundert Menschen eingefunden um sich einer untersagten Kundgebung von „Chemnitz steht auf“ anzuschließen. Das OVG Bautzen bestätigte gegen Mittag das Verbot, sodass wir auf eine Kundgebung verzichteten und uns der Berichterstattung widmeten. Insgesamt muss man wohl festhalten, dass deutlich weniger Menschen erschienen sind, als wir das…
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Chemnitz bleibt Querdenkfrei! Aufruf zur Gegendemo (untersagt am 27.03.2021!)
Am 27. März wollen Querdenker-Ideolog:innen von „Chemnitz steht auf“ wieder in Chemnitz demonstrieren und einen Auto-Korso veranstalten. Wer die letzten Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in Chemnitz verfolgt hat, weiß, dass es ihnen dabei nicht um gerechtfertigte Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung geht, sondern um die systematische Leugnung und Relativierung der Gefahren. In den letzten…
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Gaststätte „Zur Aue“
Im Rahmen unserer Kampagne wollen wir auch zwei Immobilien betrachten, die sich keiner organisierten Naziszene zuordnen lassen. Dennoch sehen wir sie als wichtige Orte an, besonders für die AfD in Chemnitz. Denn ohne Räume für Veranstaltungen stünde diese vor großen Problemen. In Chemnitz gibt es im besonderen zwei Orte, die der AfD immer wieder zur…
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Chemnitz gemeinsam gegen die AfD!
Dieses Jahr ist Bundestagswahl und deren Ausgang geht uns alle etwas an. Wir stehen vor vielen Herausforderungen, für die wir gemeinsam Lösungen finden müssen. Jedoch muss klar sein, dass die AfD kein Teil dessen sein kann. Ein starkes Ergebnis der AfD muss unbedingt verhindert werden. Denn Rassismus, Diskriminierung und Spaltung darf keinen Platz in der…
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Leo Elend – jüdischer Religionslehrer und Prediger
Leo Elend wurde am 29.04.1896 geboren. Ab 1929 war er Religionslehrer und Prediger in der Israelitischen Religionsgemeinde im sächsischen Zittau. Bereits wenige Wochen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Leo Elend das erste Mal verhaftet. Die Länge seiner Verhaftung sind unbekannt. Die SA protokollierte damals: „Das bei dem jüdischen Rabbiner beschlagnahmte Schriftmaterial richtet sich gegen…
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Alte Synagoge Chemnitz
Gegen 19 Uhr begannen am 9. November 1938 schließlich die Novemberpogrome auch in Chemnitz. Auch die alte Syngoge in Chemnitz fiel in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 der Reichspogromnacht zum Opfer. Das imposante Gebäude wurde erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts fertiggestellt und befand sich auf dem heutigen Stephansplatz. Es war…
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Das Polizeigefängnis auf dem Chemnitzer Kaßberg
Das Kaßberg-Gefängnis sowie weitere Justizgebäude wurden vom Königreich Sachsen Ende des 19. Jahrhunderts am Rande des Kaßberges gebaut. Die Nazis verwendeten das Gefängnis von 1933 – 1945 zur Inhaftierung zahlloser Menschen, darunter zum Beispiel den Widerstandskämpfer Fritz Matschke, weitere politische Gegner*innen aber auch den Rabbiner Dr. Hugo Fuchs. Das Gefängnis war im Jahr 1936 neben…
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Jüdische Schulen in Chemnitz
Während die Nacht des 09.11.1938 auf den 10.11.1938 einen offen gewaltsamen Höhepunkt des Antisemitismus in Chemnitz und anderswo darstellte, hatten unter anderem jüdische Schüler:innen im Vorfeld schon lange Schikane und Ausgrenzung erfahren. Nachdem Kinder liberaler Jüd*innen 1879 durch den sächsischen Kultusminister die Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht der öffentlichen Schule untersagt wurde, musste die jüdische Gemeinde…
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Kaufhaus Schocken
Auch dem Kaufhaus Schocken, in dem sich heute das Staatliche Museum für Archäologie (smac) befindet, erging es in der Reichspogromnacht nicht anders. Es gehörte den jüdischen Brüdern Salman und Simon Schocken. Ab 1901 eröffneten die Brüder in verschiedenen sächsischen Städten Kaufhäuser. 1929 kam Simon Schocken bei einem Verkehrsunfall ums Leben. 1930 wurde dann die Filiale…
