Chemnitz Nazifrei

Für eine gerechte Zukunft!

Gedenkarbeit

  • Nachbericht: Patrick Thürmer Gedenkdemo 2022 – Immer wieder Hohenstein-Ernstthal – immer wieder Patrick Thürmer

    Samstag, den ersten Oktober haben wir zu einer Demonstration mobilisiert, um in Hohenstein-Ernstthal Patrick Thürmer zu gedenken. Ab 11:00 Uhr zogen über 50 Menschen vom Bahnhof nach einem Redebeitrag zur Einführung in die Geschehnisse um Patricks Tod in der Nacht des 1. auf den 2. Oktober 1999 durch die Stadt. Ein Redner erzählte: In dieser…

  • Immer wieder Hohenstein-Ernstthal – immer wieder Patrick Thürmer

    Samstag, den ersten Oktober haben wir zu einer Demonstration mobilisiert, um in Hohenstein-Ernstthal Patrick Thürmer zu gedenken. Ab 11:00 Uhr zogen über 50 Menschen vom Bahnhof nach einem Redebeitrag zur Einführung in die Geschehnisse um Patricks Tod in der Nacht des 1. auf den 2. Oktober 1999 durch die Stadt.Ein Redner erzählte: In dieser Nacht…

  • Abbrucharbeiten an der Kommandantenvilla des KZ Sachsenburg – Verdrängung und Verleugnung sind Leitkultur

    Seit einigen Tagen laufen die am 06.09.22, entgegen der Expert*innenmeinungen zahlreicher Historiker*innen, durch die Stadt Frankenberg beschlossenen Abbrucharbeiten an der Kommandantenvilla des KZ Sachsenburg. Die Bilder zeigen den Stand der Arbeiten am 12.10.22. Das KZ wurde schon im Mai 1933 an der Zschopau nahe Frankenberg aufgebaut und war damit ein sehr frühes Konzentrationslager und im…

  • Verfolgung von Widerstandskämpfern am Beispiel von Fritz Matschke

    Fritz Matschke wurde am 16.12.1899 geboren und ging in der Chemnitzer Andreschule zur Schule. Im Zuge des ersten Weltkrieges begann sich Fritz Matschke zunehmend für Politik zu interessieren und fand schließlich zur Arbeiter*innen-Bewegung. Im Jahr 1919 trat er in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) ein und engagierte sich vor allem im Bereich der Arbeiter*innen-Kämpfe. Zudem…

  • Demonstration anlässlich des 10-Jahrestages der Selbstenttarnung des NSU

    Seit nunmehr 10 Jahren haben wir die Gewissheit, dass Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık und Halit Yozgat dem mörderischen Rassismus des NSU zum Opfer fielen. Auch die Polizistin Michelle Kiesewetter wurde durch die Rechtsterrorist*innen getötet. Erfolgsgerschichte NSU Nun ist es 10 Jahre her, dass…

  • Wir sind wütend und erschrocken

    Nur knapp eine Woche nachdem wir in Hohenstein-Ernstthal an den 22. Todestag von Patrick Thürmer gedacht hatten, haben wir am Montag (11.10.2021) erfahren, dass Unbekannte den Gedenkstein an Patrick zerstört haben. Auf ihm stand geschrieben „Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen. Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.“.…

  • NSU- Mahnmal auch in Chemnitz!

    Gestern waren wir bei der Podiumsdiskussion vom „Offenen Prozess“: „Erinnern heißt Verändern: Zur Entstehung eines Gedenkortes an die Opfer des NSU“. Wir bedanken uns für diese tolle Veranstaltung und wollen ein paar Gedanken mit euch teilen: Besonders spannend fanden wir die Beiträge der beiden Vertreter der „Bildungsinitiative Ferhat Unvar“. Die beiden Freunde von Ferhat, welcher…

  • Dr. Hugo Chanoch Fuchs – Der Rabbiner von Chemnitz

    Gegen 19 Uhr begannen am 9. November 1938 die Novemberpogrome auch in Chemnitz. Ein Augenzeuge berichtete später, dass gegen 19 Uhr am 9. November 1938 eine große Menschenmenge vor der Synagoge stand. Die Menge auf der Straße davor grölte, als die ersten Flammen aus der Synagoge schlugen. Der Feuerschein erhellte den gesamten Kaßberg. Bis zum…

  • Kaufhaus Tietz

    Neben zahlreichen bedeutenden Textilfabriken gehörten den Chemnitzer Jüd:innen auch bedeutende Kaufhäuser, allen voran das „Warenhaus Schocken“ sowie das „Kaufhaus Tietz“. Das Kaufhaus Tietz fiel als einer der ersten jüdischen Gesellschaften in dieser Stadt der Enteignung der Nationalsozialist:innen zum Opfer. Es war Teil der Leonard Tietz AG, welche im gesamten Deutschen Reich zahlreiche Geschäfte und Produktionsstätten…

  • Die Novemberpogrome 1938

    Die Reichspogromnacht markiert den Höhepunkt des stetig wachsenden Antisemitismus zur Zeit der Nationalsozialist:innen. Schon zu Beginn des Jahres 1938 fanden unzählige antisemitische Kundgebungen in Sachsen und auch in Chemnitz statt. Die Stimmung in der Bevölkerung, in der ein breiter latenter Antisemitismus vorhanden war, wurde systematisch angeheizt. Im Februar 1938 wurden die Kund:innenkarteien jüdischer Geschäfte einer…

  • Nichts und niemand ist vergessen! Unser Gedenken an Patrick Thürmer und allen anderen Opfern rechter Gewalt wird nie vergehen!

    Patrick Thürmer, der damals 17-jährige Punk aus Oelsnitz, wurde in der Nacht vom 01. zum 02. Oktober 1999 grausam von Neonazis ermordet, nachdem er in Hohenstein-Ernstthal ein Punk-Konzert besucht hatte. Nachdem seine Familie jahrelang für die Errichtung einer Gedenktafel für Patrick gekämpft hatte, wurde diese nach 15 Jahren endlich errichtet. Wir waren erst vor ein…

  • Nicht vergeben, nicht vergessen – Der Mord an Patrick Thümer

    Am 02. Oktober gedachten wir Patrick Thürmer und allen anderen Opfern rechter Gewalt in Hohenstein-Ernstthal. Patrick Thürmer starb vor 22 Jahren an den Folgen eines Angriffes von drei Neonazis. Wir wollen uns bei den 100 Personen bedanken, welche unserer Einladung in die Kleinstadt gefolgt sind und sich an dem Gedenken an Patrick Thürmer beteiligt haben.…

  • Hauptbahnhof Chemnitz

    1933 lebten in Sachsen etwa 20.000 Jüd*innen, welche fortan mit der Machtergreifung der Nazis sich tagtäglich verfolgt sahen. Doch der Antisemitismus hat in Sachsen schon länger seine Spuren gezogen. So fand 1882 ein internationaler antijüdischer Kongress in Dresden statt, welcher ein Jahr später in Chemnitz wiederholt wurde. 1907 erschien in Leipzig das antisemitische Hetzblatt „Handbuch…

  • Leo Elend – jüdischer Religionslehrer und Prediger

    Leo Elend wurde am 29.04.1896 geboren. Ab 1929 war er Religionslehrer und Prediger in der Israelitischen Religionsgemeinde im sächsischen Zittau. Bereits wenige Wochen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Leo Elend das erste Mal verhaftet. Die Länge seiner Verhaftung sind unbekannt. Die SA protokollierte damals: „Das bei dem jüdischen Rabbiner beschlagnahmte Schriftmaterial richtet sich gegen…

  • Alte Synagoge Chemnitz

    Gegen 19 Uhr begannen am 9. November 1938 schließlich die Novemberpogrome auch in Chemnitz. Auch die alte Syngoge in Chemnitz fiel in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 der Reichspogromnacht zum Opfer. Das imposante Gebäude wurde erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts fertiggestellt und befand sich auf dem heutigen Stephansplatz. Es war…

  • Das Polizeigefängnis auf dem Chemnitzer Kaßberg

    Das Kaßberg-Gefängnis sowie weitere Justizgebäude wurden vom Königreich Sachsen Ende des 19. Jahrhunderts am Rande des Kaßberges gebaut. Die Nazis verwendeten das Gefängnis von 1933 – 1945 zur Inhaftierung zahlloser Menschen, darunter zum Beispiel den Widerstandskämpfer Fritz Matschke, weitere politische Gegner*innen aber auch den Rabbiner Dr. Hugo Fuchs. Das Gefängnis war im Jahr 1936 neben…

  • Jüdische Schulen in Chemnitz

    Während die Nacht des 09.11.1938 auf den 10.11.1938 einen offen gewaltsamen Höhepunkt des Antisemitismus in Chemnitz und anderswo darstellte, hatten unter anderem jüdische Schüler:innen im Vorfeld schon lange Schikane und Ausgrenzung erfahren. Nachdem Kinder liberaler Jüd*innen 1879 durch den sächsischen Kultusminister die Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht der öffentlichen Schule untersagt wurde, musste die jüdische Gemeinde…

  • Kaufhaus Schocken

    Auch dem Kaufhaus Schocken, in dem sich heute das Staatliche Museum für Archäologie (smac) befindet, erging es in der Reichspogromnacht nicht anders. Es gehörte den jüdischen Brüdern Salman und Simon Schocken. Ab 1901 eröffneten die Brüder in verschiedenen sächsischen Städten Kaufhäuser. 1929 kam Simon Schocken bei einem Verkehrsunfall ums Leben. 1930 wurde dann die Filiale…